Wählerinnen und Wähler aller Parteien lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft mehrheitlich ab!
Die Veranstalter von "Vielfalt ernährt die Welt ...
natürlich ohne Gentechnik" haben heute in Stuttgart die Ergebnisse der aktuellen Emnid-Umfrage: "Beeinflusst Gentechnik die Bundestagswahl?" vorgestellt. "Vielfalt ernährt die Welt" wird von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall, Bioland, BUND,
Demeter, Gentechnikfreies Europa e.V., dem Verband Katholisches Landvolk und dem NABU organisiert. Das Ergebnis der deutschlandweiten Umfrage, das von Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg, im Namen der Veranstalter vorgestellt wurde, bestätigt die große Ablehnung der Bevölkerung gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Nur 6% der Wähler bundesweit sprechen sich für gentechnisch veränderte Lebensmittel aus. Die große Mehrheit von 65% der Wähler sagt weiterhin: Gentechnik in Lebensmitteln - Nein Danke.
Die Befragung verdeutlicht für Dahlbender: "Die überwiegende Mehrheit der Befragten lehnt Gentechnik in der Landwirtschaft ab. Überraschend klar wurde dabei, dass selbst Faktoren wie politische Einstellung, Alter, Bildungsniveau oder Einkommen kaum eine Rolle spielen. Unsere Politikerinnen und Politiker sollten dieses eindeutige Votum endlich akzeptieren, anstatt kontinuierlich die eindeutigen Zahlen zu ignorieren."
Die Menschen in Baden-Württemberg lehnen zu 70% Gentechnik in ihren Lebensmitteln ab. Die Baden-Württemberger bleiben dabei: "Schmeck den gentechnikfreien Süden" bleibt ihr Motto beim Essen.
"Dies sollte für Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan Grund genug sein, ihre gentechnikfreundliche Politik zu beenden und den Willen ihrer Wähler zu vertreten", so Brigitte Dahlbender.
41% der Wähler in Deutschland und mit 55% die meisten Wähler in Baden-Württemberg gaben an, eine Partei, die sich für Gentechnik in der Landwirtschaft einsetzt, eher nicht wählen zu wollen. Selbst 60% der FDP-Wähler, die sich als einzige Partei für eine "Hightech-Landwirtschaft" einsetzt, wollen keine Gentechnik in der Landwirtschaft. 37% der FDP-Wähler geben an, dass dieses Thema für sie wahlentscheidend sein könnte.
Weiter zeigt die Emnid-Studie, dass über die Hälfte aller Befragten in Deutschland den Einsatz von Steuergeldern für die Forschung und Anwendung von Gentechnik in der Landwirtschaft ablehnen.
Um dieser eindeutigen Ablehnung Raum zu geben und für eine Wende in der Landwirtschaftspolitik zu protestieren, laden die Herausgeber der Studie am Sonntag den 13. September zu der Kundgebung und gentechnikfreien "Protest"-Tafel "Vielfalt ernährt die Welt ... natürlich ohne Gentechnik" nach Ulm auf den Münsterplatz ein. Eine große Schleppersternfahrt zum höchsten Kirchturm der Welt eröffnet die Veranstaltung.
Der Höhepunkt des Tages ist die Kundgebung mit national und international bekannten Gästen wie Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND Deutschland; Romuald Schaber, Vorsitzender des Bund Deutscher Milchviehhalter; Aldo Gonzalez aus Mexiko, bekannt aus dem Film "Mit Gift und Genen" und dem Träger des Welternährungspreises 1995 und Autor des Welt- Agrarberichts Prof. Hans Herren (Biovision Schweiz/ Millenium Institut USA).
Im Polit-Talk stellt sich die gentechnikfreundliche Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) ihren Kritikern. Mit ihr diskutieren außerdem: Ulrike Höfken (Grüne), Hilde Mattheis (SPD) und Karin Binder (Linke).
Nehmen Sie am Sonntag Platz an der "Protest"-Tafel "Vielfalt ernährt die Welt... natürlich ohne Gentechnik" mit original Linsen von der Schwäbischen Alb und anderen vielfältigen und regionalen Spezialitäten. "Die Veranstaltung ist eine neue Art der Protestform, denn während man genießt, demonstriert man für eine gentechnikfreie Landwirtschaft.", so Jochen Fritz, Pressesprecher von Vielfalt ernährt die Welt.
Quelle: Pressemeldung Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V.
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