Runder Tisch zur Grünen Gentechnik
"Moderne Biotechnologie kann einen Beitrag dazu leisten kann, Energie und Ressourcen zu sparen, gesünderes Tierfutter oder 'Pflanzen der Zukunft' zu erzeugen. 'Wie jede neue Technologie muss sich auch die grüne Gentechnik fragen lassen: Kann sie unsere Gesellschaft voranbringen?' Der Schutz von Mensch und Umwelt muss dabei Vorrang haben vor Gewinn und Markt, sogar vor möglichem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn", so Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner weiter.
Bundesministerin Aigner erinnerte die Vertreter der Forschung daran, dass das unter ihrem Vorgänger, Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer, geänderte Gentechnikgesetz für die Forschung und die Anwendung der Pflanzengentechnik in geschlossenen Anlagen deutliche Erleichterungen geschaffen hat. Aigner forderte dazu auf, verstärkt von den Möglichkeiten eines Anbaus unter Glas Gebrauch zu machen. "Dadurch können mögliche Risiken verringert und schwierige und langwierige Genehmigungsverfahren vermieden werden", so die Ministerin. Die Produktion pharmazeutischer Stoffe in Lebens- und Futtermittelpflanzen sollte möglichst vermieden werden, hier stünden andere Pflanzen zur Verfügung.
Bundesministerin Aigner wies auf die Notwendigkeit hin, die emotionale Diskussion in der Gesellschaft über Chancen und Risiken der grünen Gentechnik zu versachlichen. Sie kündigte deshalb an, dass sie als die für Grüne Gentechnik federführende Ministerin mit dieser Zielrichtung einen Dialogprozess einleiten und dabei alle interessierten und beteiligten Gruppen unserer Gesellschaft einladen werde. Es müsse insbesondere geklärt werden, wie Sicherheitsforschung und Freisetzung in Zukunft aufgebaut werden sollen.
Schwerpunkte seien neben der Frage der Sicherheitsforschung und Freisetzung:
* Zulassungs- und Genehmigungsverfahren,
* Stand und Ziele der Pflanzenzüchtung,
* Gentechnik und Futtermittel,
* "Ohne-Gentechnik"-Kennzeichnung und
* Möglichkeiten der Schaffung gentechnikanbaufreier Regionen.
Ilse Aigner: "Ich möchte dazu beitragen, einen Konsens in der Gesellschaft zu finden, der der Notwendigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in moderne Technologie und innovative Produkte umzusetzen, ebenso gerecht wird, wie der Sicherheit für Mensch und Umwelt und der Wahlfreiheit der Landwirte ebenso wie der Verbraucher."
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
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