EFSA bestätigt erneut die Sicherheit von Amflora, der gentechnisch veränderten Kartoffel von BASF
EFSA, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, hat heute ihre wissenschaftliche Stellungnahme über ein Gen veröffentlicht, das in Amflora und in anderen gentechnisch veränderten Produkten vorhanden ist. Die EFSA hatte in der Vergangenheit den Einsatz des Gens mit dem Namen "npt2" bereits mehrfach beurteilt und bestätigt heute zum wiederholten Mal, dass das besagte Gen für Mensch, Tier und Umwelt sicher ist und dass keine weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen notwendig sind. Den Auftrag für eine erneute Sicherheitsbewertung des npt2-Gens erteilte die Europäische Kommission im Mai 2008.
"Die heutige Stellungnahme gibt der gesamten EU-Kommission die abschließende wissenschaftliche Klarheit, um Amflora zuzulassen", sagte Dr. Stefan Marcinowski, Vorstandsmitglied der BASF SE. "Ich bin erfreut, da die EU-Kommission im Mai 2008 erklärt hatte, dass sie Amflora zulassen werde, sobald EFSA die Sicherheit des Produkts bestätigt."
In ihrem jüngsten wissenschaftlichen Gutachten kommt EFSA zu dem Schluss, dass es "keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die [EFSA] veranlassen würden, vorherige Gutachten [zur Nutzung des npt2-Markergens] zu ändern". Die vorangegangenen Beurteilungen besagten, dass die Nutzung des npt2-Gens in gentechnisch veränderten Pflanzen keine Risiken für Mensch, Tier und Umwelt darstellt. Laut EFSA wurden "während der Erstellung des gemeinsamen Gutachtens zwei Minderheitenmeinungen zum Ausdruck gebracht und eingehend berücksichtigt. Hierzu seien derzeit weder eine weitere Klarstellung noch weitere wissenschaftliche Studien notwendig."
Die Dokumente finden Sie unter dem Link.
Die Idee, Amflora zu entwickeln, hat ihren Ursprung in der europäischen Stärkeindustrie. Ziel war es, industrielle Stärkekartoffeln zu verbessern. Herkömmliche Kartoffeln produzieren zwei Arten von Stärke - Amylose und Amylopektin. Für viele industrielle Anwendungen, wie in der Papier-, Textil- oder Klebstoffindustrie, wird jedoch Amylopektin bevorzugt. Mit Hilfe der Pflanzenbiotechnologie hat BASF eine Lösung gefunden, wodurch die Kartoffel ausschließlich reine Amylopektinstärke bildet. Die Industrie profitiert davon, da mit der hochwertigen Amflorastärke hergestelltes Papier einen höheren Glanz aufweist, und Beton und Klebstoffe länger verarbeitet werden können. Industrielle Prozesse können so optimiert werden. Das spart Rohstoffe wie Wasser, Zusatzstoffe und Energie.
Europas Landwirten und der Stärkeindustrie zufolge können die Produkt- und Verarbeitungsvorteile sowie die Rohstoff- und Energieeinsparungen in einen möglichen Mehrwert von €100-200 Millionen pro Jahr umgerechnet werden. Darüber hinaus rechnet die BASF mit jährlichen Lizenzeinnahmen von €20-30 Millionen.
Quelle: Pressemeldung BASF SE
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